Werbeartikel - Lexikon

Soziale Verantwortung

Neben der Produktsicherheit hat ein weiteres Thema in Verbindung mit Billiglohnländern für Schlagzeilen gesorgt: soziale Ausbeutung. Beispiele liii große Markenfirmen, deren Produkte in sogenannten „Sweatshops" unter menschenunwürdigen Bedingungen und nicht selten von Kindern hergestellt wurden, sind sattsam bekannt. Unternehmerische soziale Verantwortung, englisch Corporate Social Responsibility, kurz CSR, ist in den letzten Jahren ein wichtiges Schlagwort in der Öffentlichkeitsarbeit großer Konzerne geworden: Besonders im Textilbereich kommt kein großes Unternehmen umhin zu beweisen, dass man mit geprüften Produzenten und unter Beachtung inter-nationaler sozialer Standards arbeitet.

Im Werbeartikelmarkt ist CSR natürlich ebenfalls ein Thema. Einen Werbeartikel einzusetzen, der in Kinderarbeit oder unter menschenunwürdigen Bedingungen hergestellt wurde, ist genauso unmoralisch und imageschädigend, als habe man selbst unter solchen Umständen produziert. Die Sensibilität beim Endanwender wächst, und folglich werden auch in diesem Bereich zusehends Zertifizierungen eingefordert.

Auch hier können unabhängige Prüfinstitute beauftragt werden, die sogenannte Social Audits durchführen, also unangemeldete Kontrollen der Produktionsstätten und der Mitarbeiter. Darüber hinaus gibt es Importunternehmen, die Anteile an Fabriken besitzen, um mehr Kontrolle über den Produktionsprozess zu haben und somit nicht nur für einen gleichbleibenden Qualitätsstandard, sondern auch für faire Arbeitsbedingungen garantieren können. Hier ist der Textilbereich Vorreiter - es gibt mittlerweile mehrere Marken, bei denen CSR ein fester Teil der Markenstrategie ist und die vorbildliche Konzepte entwickelt haben: So ermöglichen es manche Unternehmen etwa, den Werdegang eines T-Shirts anhand seiner Seriennummer genau zu verfolgen - von der Baumwollpflanze über die Spinnerei, Färberei und Näherei bis hin zum Verschiffungshafen.